2014

Wichtige Regelungen im neuen Pflanzenschutzgesetz

Seit dem 14. Februar 2012 gilt das neue Pflanzenschutzgesetz: Im Haus- und Kleingarten dürfen nur Pflanzenschutzmittel angewandt werden, die für die Anwendung durch „nicht berufliche Anwender“ (also Hobbygärtner) zugelassen sind. Für „berufliche Anwender“ zugelassene Pflanzenschutzmittel dürfen in Haus- und Kleingärten nur eingesetzt werden, wenn das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die Eignung zur Anwendung im Haus und Kleingarten festgestellt hat und der Anwender sachkundig ist.

Es wird also verbindlich vorgeschrieben, wer das Pflanzenschutzmittel wo einsetzen darf. Hat ein Pflanzenschutzmittel mit der Ausweisung für „nicht berufliche Anwender“ zum Beispiel nur eine Zulassung gegen Blattläuse bei Zimmer- und Balkonpflanzen, so darf es gegen Blattläuse in anderen Kulturen oder im Freiland nicht angewandt werden.

Sachkundenachweis:

Ein Sachkundenachweis ist nicht erforderlich für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, die für „nicht berufliche Anwender“ in Haus und Kleingarten zugelassen sind. Für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, die für „berufliche Anwender“ zugelassen sind und für die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die Eignung zur Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich festgestellt hat, ist dagegen eine Sachkunde notwendig.

Wer bisher sachkundig war, muss bis spätestens 26. Mai 2015 bei seinem zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten seine Sachkunde neu beantragen, sonst verfällt diese. Außerdem werden zusätzliche Fort- und Weiterbildungen zur Pflicht.

Weitere Informationen und die Antragsunterlagen sind unter www.aelf-wu.bayern.de abrufbar oder in Papierform am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Würzburg, Von-Luxburg-Straße 4, 97074 Würzburg, erhältlich.

Hinweis:

Pflanzenschutzmittel dürfen auf Freiflächen nur eingesetzt werden, wenn diese landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden. Gärtnerisch genutzt werden auch Haus- und Kleingärten, nicht jedoch Wege, Hauseinfahrten, Böschungen oder sonstige befestigte und unbefestigte Freiflächen.

Bei Nichtbeachtung greifen empfindliche Straf- und Bußgeldvorschriften.

Barrierefreier Wasserzugang am Erlabrunner Badesee

Freilandplanung durch den Fachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Würzburg

Direkt am Mainufer zwischen den Gemeinden Margetshöchheim und Erlabrunn betreibt der Zweckverband Wander- und Erholungsgebiet Würzburg bereits seit 1985 ein ca. 19 ha großes Naherholungsgebiet mit zwei Badeseen auf ca. 7 ha Wasserfläche. Das topgepflegte Gelände und die erstklassige Wasserqualität locken in den Sommermonaten viele Gäste an. Seit 2012 gibt es auch einen barrierefreien Wasserzugang.

Die Planung, Bauleitung und Abrechnung der Maßnahme erfolgte durch den Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, Herrn Günter Gerner.

Zunächst wurde nur über einen sicheren Wasserzugang mit Handlauf nachgedacht. Es war jedoch schnell klar, dass nur ein voll funktionsfähiger barrierefreier Wassereinstieg sinnvoll ist. Nach intensiver Beschäftigung mit der Materie und den Bedürfnissen und Anforderungen, denen eine solche Anlage Stand halten muss, wurde von der Verbandsversammlung folgender Vorschlag genehmigt:

Wegebau mit beidseitigem Handlauf, Metalleinstiegspodest und Pool-Lift. Geschätzte Baukosten ca. 100.000 €.

Zunächst wurden Standortprüfungen und Uferuntersuchungen durchgeführt. Im März 2012 erfolgte die Auftragsvergabe und es konnte mit der Baumaßnahme begonnen werden. Die Arbeitsabläufe wurden zwischen Landschaftsbau-, Metallbau- und Installationsfirmen abgesprochen. Im Juli 2012 wurde dann als Krönung der Lift montiert.

Wichtigstes Planungsziel war eine Benutzer freundliche Anlage, die Personen mit Handicap einen selbständigen Einstieg in den See ermöglicht. So stehen zum Beispiel den Gästen am Erlabrunner Badesee behindertengerechte Parkplätze am eigens geschaffenen Eingangsbereich zur Verfügung. Über einen ca. 120 m langen eben gepflasterten Weg mit beidseitigem Handlauf im Rampenbereich erreicht man hinter der Liegewiese ein Metallpodest. Von dort aus gelangt der Badefreund entweder über eine Leiter oder den vollautomatischen Pool-Lift recht bequem ins kühle Nass.

Der Antrieb des Liftes funktioniert übrigens ausschließlich durch 6 Bar Wasserdruck, der von der neuen Wasserleitung kommt. Der Wasserverbrauch ist mit 8 Litern pro Hubbewegung durchaus überschaubar. Bei der Abwärtsbewegung läuft das Wasser aus dem Zylinder in den See. Der Lift hat eine Tragkraft von 130 kg und eine Förderhöhe von 1,60 m. Da der Wasserstand im Laufe eines Sommers auf bis zu 80 cm absinken kann, kann der Lift durch einen Adapter auf unterschiedliche Wasserstände eingestellt werden.

Nach einem Blick auf die letzte Badesaison, der einen Pannen freien Liftbetrieb zeigt, wünschen wir unseren Badegästen aus Nah und Fern auch in diesem Sommer einen angenehmen Aufenthalt und viel Spaß am Erlabrunner Badesee.

 

Echte Schätzchen für Gartenfreunde

Die Rose ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Fast wäre sie aus unseren Gärten verschwunden. Sie galt Jahrzehnte lang als anfällig für Pilzkrankheiten und Schädlinge. Doch dank intensiver Züchtung wurden die Rosensorten robuster. Vor allem aber die Rosen, die das ADR-Prädikat (Allgemeines Deutsches Rosenneuheiten-Prädikat) erhalten, sind besonders zu empfehlen. Die ADR-Prüfung testet und bewertet an elf verschiedenen Standorten in Deutschland, unter anderem auch an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim, durch unabhängige Prüfer über einen Zeitraum von drei Jahren verschiedene Rosensorten. Insgesamt wurde das ADR-Prädikat im Laufe der Jahre an 156 Rosensorten vergeben. Mehr Informationen unter www.adr-rose.de.

Bei der Sortenauswahl sollte unser Augenmerk nicht nur auf gefüllte Blüten gerichtet sein. Viel wichtiger ist es, auf einfache Rosenblüten mit Staubgefäßen zu achten, damit unsere Insekten Nahrung finden. Die intensiv genutzte Kulturlandschaft bietet immer weniger Lebensraum für unsere Insekten. Insbesondere die Honig- und Wildbienen sind auf unsere Gärten angewiesen und werden es Ihnen danken.

Solange der Austrieb noch nicht erfolgt ist, können noch Wurzel nackte Rosen gepflanzt werden. Der Vorteil von Wurzel nackten Rosen gegenüber der Container-Rose ist der günstigere Einkaufspreis.

Zum Schluss noch ein wichtiger Tipp für die Praxis:

Pflanzen Sie die Veredelungsstelle der Rose 5 cm tief unter die Erdoberfläche, dann bleibt sie vor dem nächsten Frost geschützt.